Kompetenzen für die Bauwende – Sensibilisierung der Bauwirtschaft im Nordosten für das ökologische Bauen

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Der Bausektor erreicht seine Klimaschutzziele bisher nicht.

Allein die in Mecklenburg-Vorpommern jährlichen ca. 2.000 Wohnneubauten werden zu über 60% aus Porenbeton errichtet, einem Baustoff, der schon in der Fertigung extrem zur Klimaerwärmung beiträgt.

Dabei sind Alternativen längst erprobt. Sie müssen bekannter und künftig zum Regelfall werden.

Wissen und Können dazu sind entscheidend. Darum möchten wir mit dem Bauverband MV und abc Bau, dem für uns zuständigen überbetrieblichen Bildungsträger für Bauhauptberufe, mit der Handwerkskammer Schwerin, der Hochschule Wismar und mit weiteren Baufirmen zusammenarbeiten.

Im Zentrum stehen dabei zunächst der gemeinsame Überblick (Desk Research, Expertengespräche) und eine Internetbefragung zur "Bauwende im Kopf". Daraus sollen zunächst niederschwellige Einstiegsangebote entstehen. Mittelfristig möchten wir dem Ökobau mehr Raum in Aus- und Weiterbildung schaffen und interessierten Firmen den Ökobau als neues Geschäftsfeld zugänglicher zu machen.

Dabei suchen wir auch nach neuen Zielgruppen, aus denen die nötigen künftigen Fachleute gewonnen werden können.

Dabei vermuten wir im Ökobereich vergleichsweise gute Chancen bei Frauen, aber auch bei Menschen mit besonderen Biographien, aus anderen Kulturkreisen, auch bei Frauen. Langfristig wird die Bauwirtschaft durch den Ökobau dann nicht nur grüner, sondern auch jünger, weiblicher, kulturell reicher und internationaler.

Firmen, die sich darauf aktiv einstellen, haben viel zu gewinnen – nicht nur positive Beiträge zur Klimaentwicklung, sondern auch einen sehr guten Ruf für weitsichtiges und nachhaltiges Handeln bei allen Anspruchsgruppen, insbesondere Kunden und Mitarbeitenden.

Und die Offenheit für ökologischen Bauen wird sie in Zukunft auch als Ausbildungs- und Arbeitsstelle für engagierte junge Frauen und Männer unterschiedlicher Herkünfte und Hintergründe attraktiver machen.

Bringt die Bauwirtschaft in MV aber mehr Tempo in die Bauwende, kann das Bundesland künftig nicht nur das "Land zum Leben" sein, sondern auch einen neuen, hoch attraktiven Aspekt seines Markenbildes aufbauen: das gesunde Wohnen und Bauen.