Lehrgang Gestalter/-in für Lehmputze (HWK) I

Teil I - Grundlagen
Lehmputz vom Feinsten, hier wird er gelehrt
Zusammenfassung

Die Weiterbildung „Gestalter/in für Lehmputze HWK“ wurde von einem europäischen Expertenteam in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer Schwerin und dem FAL e.V. von 2002-2005 erarbeitet und seitdem kontinuierlich weiterentwickelt.

Themen sind praktische Fertigkeiten und theoretische Grundlagen zu Lehmputzen, gestalterische Fähigkeiten, Vermarktung und Kundenorientierung. Die gewählte Lernmethode ist interaktiv und baut auf experimentellen Übungen auf. Im Mittelpunkt steht ein eingehendes Verständnis des Baustoffs Lehm, seiner Besonderheiten und Eignung, das Verständnis für die Wirkung von Farben und Materialien als Gestaltungselemente und die Notwendigkeit eines aktiven Marketings.

Das Zertifikat „Gestalter/in für Lehmputze (HWK)“

Die erfolgreich abgeschlossenen Teilprüfungen Teil I,II und III führen zum anerkannten Abschluss „Gestalter/in für Lehmputze (HWK)“. Der Abschluss kann als Sachkundenachweis für die Antragstellung für die Erteilung einer Ausnahmebewilligung zur Eintragung in die Handwerksrolle und damit zur Führung eines Unternehmens im Sektor Lehmputze dienen.

Vergleichbare Leistungen anderer Prüfungen werden auf Antrag anerkannt. Absolventen des Lehrgangs „Fachkraft im Lehmbau (HWK)“ sind von der Prüfung zu Teil I - Grundlagen Lehmputze befreit.

Ausführliche Beschreibung

Inhalt und Gegenstand von Modul I - Grundlagen:

  • Einführung in Innenputze: Qualitätsmerkmale, Bindemittel, Putzsysteme, Putzaufbau, Putzmörtel, Anwendungsbereiche
  • Eigenschaften des Baustoffs Lehm: Hauptbestandteile, Feuchtezustände, Grundeigenschaften, Feldtestverfahren, Anwendungsbereiche
  • Einfluss des Lehmputzes auf das Raumklima: Eigenschaften von Tonmineralien, Feuchteaufnahme von Lehmen
  • Putzmischungen: Korngerüst, mineralische und organische Zuschlagstoffe, Herstellen eigener Mischungen mit Gruben lehmen unterschiedlicher Qualität und Tonmehlen
  • Experimentelle Arbeiten: Erforschen des Materials und seiner Haupteigenschaften
  • Produkte: Vergleich verschiedener Produkte, Anbieter, Preise, Qualitätsanforderungen
  • Putzuntergrund und Putzaufbau: Beurteilungskriterien für Putzuntergründe, typische Untergründe in Lehmbaukonstruk tionen, Putzhaftung, Putzträger, Armierungsgewebe, ein und mehrlagige Putze
  • Baustellenorganisation: Maschinen und Werkzeuge, Lehmauf bereitung, Einrichten der Baustelle, Bauabläufe
  • Putzarbeiten: Vorbereitung der Putzflächen, Ausführung ein und zweilagiger Putze an Wänden und Decken von Hand und mit Putzmaschine, Bearbeitung der Oberfläche, abgerundete Innen und Außenecken
  • Lehmputzoberflächen: Lehmedelputze, Kalkfeinputze, Lehm farben und andere Anstriche, Fixierungen, Schutz vor Spritzwasser, Bekleidungen

Das in Modul I Gelernte wird am 19. bzw. 20. Mai durch die HWK geprüft. Die Prüfungsgebühr für Modul I liegt bei ca. €150 (Änderungen vorbehalten).

Teilnahmebedingungen: einschlägige Gesellenprüfung oder vergl. Praxiserfahrung

Dozent*innen: Michael Fritsch, Lehmbauer, Groß Pankow
Irmela Fromme, Werkstatt für Lehm- und Feinputze, Berlin/Bremen

Literaturempfehlung: Fromme, I., Herz, U.: Lehm- und Kalkputze. OekoBuch, 5. Auflage 2021

Kursdauer: 72 Stunden

Kursgröße: 12 Personen

Unterkunft: Die Unterkunft ist nicht im Preis inbegriffen. Eine Unterkunft vor Ort können Sie zum Beispiel im Wangeliner Garten buchen. Auch die Touristeninformation Plau am See kann Ihnen Unterkünfte vermitteln.

Förderung: Wir akzeptieren Gutscheine der Bildungsprämie für unsere Kurse.
Der Kurs ist als Bildungsurlaub in Berlin und Brandenburg anerkannt.

Eine Übersicht über Förderungsmöglichkeiten von Bildungsmaßnahme bietet die Stiftung Warentest. Alternativ empfehlen wir die kostenlose Hotline des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Dort berät man Sie zu bundesweiten und landesspezifische Förderungsmöglichkeiten.

Anmeldung: Hier entlang bitte!